Der Alptraum jedes digital inspirierten Unternehmens ist der Totalausfall der Internet-Verbindung. Es gibt keinen Zugriff mehr auf die Cloud, kein System funktioniert mehr, die VoIP-Telefone bleiben stumm. Was tut man denn da während dieser Zeit, in der man nicht produktiv arbeiten kann? Man arbeitet produktiv! Wir geben Ihnen 7 Tipps, was man in der Zeit tun kann, was sonst eh liegenbleiben würde.

Die Wahrscheinlichkeit ist nicht sehr gross, doch es geschieht immer wieder: In einem Stadtteil oder der ganzen Gemeinde fällt das Internet aus. Einfach so. Und während die Provider fieberhaft den Schaden zu reparieren versuchen, läuft im total digitalisierten Unternehmen gar nichts mehr. Weder das Telefon noch die Computersysteme haben Lust auf Arbeit.

Was machen die fleissigen Arbeitnehmenden ausser abzuwarten? Hier unsere sieben, nicht ganz ernstzunehmenden Tipps, um die Zeit wirklich sinnvoll zu nutzen:

  1. Ausmisten
    Endlich gibt es keine Ausrede um mal wieder die Schubladen auszuräumen. Kaputte Kugelschreiber, altes Briefpapier, nicht mehr benötigte Radiergummis und dieser seltsame Knautschball von der Messe von vor 8 Jahren können sicher weg. Vielleicht finden sich sogar echte Schätze, die man dann auf einer Plattform verhökern kann und für unerwarteten Reichtum sorgen.
  2. Putzen
    Auch wenn man Putzpersonal hat, die reinigen nicht in den Pultschubladen oder hinter den Ordnern im Regal. Da ja technisch gar nichts mehr läuft, kann man getrost mal den Lappen selbst in die Hand nehmen und mal so richtig schön saubermachen. Danach fühlt man sich auch viel wohler und kann getrost zum
  3. Kaffeeklatsch
    Endlich haben alle gleichzeitig Zeit und man kann sich über die neusten persönlichen Entwicklungen updaten. Die Kaffeemaschine dürfte ja noch funktionieren – auch ohne Internet, wenigstens im Moment noch.
  4. Sitzung
    Kommt kein Kaffeeklatsch in Frage, weil der gestrenge Chef auch da ist, dann kann man die Sitzung sofort einberufen statt erst morgen um 10.00 Uhr. Niemand hat eine Ausrede, weil ja eh nichts geht und so dürfte es sehr produktiv zu und her gehen – einfach ohne die sowieso höchst langweilige PowerPoint-Präsentation.
  5. Archiv aktualisieren
    Da Ihr Unternehmen ja noch nicht so lange digitalisiert ist, finden sich im Archiv noch Unterlagen auf Papier, die wegkönnen. Alles was älter als 10 Jahre ist, wird geschreddert und entsorgt. Auch sorgen gerade bei älteren Mitarbeitern die alten Dossiers für Erinnerungen und viel, meist amüsanten Gesprächsstoff. Ein Gaudi, auch für die Jüngeren.
  6. Briefe vorschreiben
    Wenn wenigstens einige Programme wie Word (oder ähnlich) noch lokal verfügbar sind, kann man ja schon mal den Weihnachtsbrief oder auch, ganz manuell, die zahlreichen Geburtstagskarten vorschreiben. Muss ja eh gemacht werden und jetzt ist man gerade irgendwie überhaupt nicht im Stress.
  7. Überzeit abbauen
    Manchmal braucht es einen Wink des Schicksals: Nichts geht mehr auf unbestimmte Zeit, die Sonne scheint und Sie haben noch 40 Überstunden? Dann heisst es raus aus dem Büromief! Statt untätig rumsitzen kann man auch untätig an der Sonne liegen. Ist eh schöner.

Sie sehen, auch ein Totalausfalls des Internets kann genutzt werden, um so richtig fleissig zu sein. Oder genau das Gegenteil zu machen und sich Zeit für sich zu nehmen. Aber wir hoffen natürlich, dass das nie eintrifft.

Bald funktioniert ja dann wieder alles tadellos und total digitalisiert. Bis zum nächsten Ausfall.

Alain Zanolari

Alain Zanolari ist Redaktor, Texter und Content Manager mit Erfahrung als IT-Supporter. Seine Tätigkeiten bei der Business Software Plattform topsoft umfassen das Schreiben von Artikeln für Print und Online, Betreuung der Social Media-Kanäle sowie diverse Aufgaben im Sales.