Mit welchen Herausforderungen kämpfen Dienstleistungsunternehmen? Was hat sich mit der Digitalisierung verändert? Wo sind Lösungsanbieter besonders gefragt? Was die Profis dazu sagen, erfahren Sie im topsoft Kurzinterview – und gerne auch in einem persönlichen Gespräch mit den Anbietern. Hier erfahren Sie, was Sabine Schäuble, Geschäftsführung MOCO von der hundertzehn GmbH geantwortet hat.

 

topsoft Fachredaktion: Wie hoch schätzen Sie den Digitalisierungsgrad im Dienstleistungssektor? Wo besteht noch Nachholbedarf?

Sabine Schäuble: Der Nachholbedarf ist sicher hoch. Unternehmen scheuen sich meist, das Thema Software anzugehen, wenn sie sich in diesem Bereich wenig auskennen und bei den Auswahlkriterien unsicher sind. Nicht viele sind bereit, sich von vermeintlich gut laufenden Prozessen lösen und sich mit etwas Neuem zu beschäftigen. Viele dieser Unternehmen könnten durch den Umstieg auf eine Software mit Sicherheit einigen internen Aufwand einsparen, ihre Prozesse vereinfachen und durch Transparenz effizienter werden.

Mit welchen Business-Herausforderungen sind Dienstleister und Projektmanager konfrontiert? Wie kann IT sie dabei unterstützen?

Oft fehlt der Überblick im Unternehmen. Schnell die aktuellen Zahlen zur Hand zu haben ist sehr wichtig, um Stand und Handlungsbedarf beurteilen zu können. Eine wirklich gute Software unterstützt hier massgeblich, ohne in der Handhabung mühsam zu sein. Heutzutage muss man sich nicht mehr für Software entscheiden, die aussieht und sich anfühlt wie Excel, sondern kann mit modernen Lösungen sogar Spass an der Projektadministration haben.

In welcher Form und mit welchen Leistungen sind Sie als IT-Partner bei solchen Projekten besonders gefordert?

Die Benutzerfreundlichkeit ist entscheidend. Funktionen einbauen und schönes Marketing – das kann jeder. Es kommt darauf an, dass die User den Mehrwert bei der täglichen Arbeit spüren. Man muss eine Software aus Benutzersicht angehen, an den richtigen Stellen reduzieren und vereinfachen. Es geht weniger darum „Was will der Markt?“ – sondern „Wer sind meine Benutzer und wie kann ich ihnen am besten helfen?“

Auch die UI/UX-Ansprüche sind gestiegen. Beide Faktoren sind entscheidend für eine gute Software.

Welche Voraussetzungen braucht ein Dienstleistungsunternehmen aus Ihrer Sicht für den erfolgreichen Schritt ins digitale Zeitalter?

Ein Dienstleistungsunternehmen, das Prozesse – zum Beispiel die Begleitung vom ersten Kundenkontakt bis zur Abrechnung – digitalisieren möchte, sollte idealerweise im Unternehmen digital affine Mitarbeiter bei der Evaluation beteiligen. Es ist wichtig, die Benutzer zu involvieren, welche die Software nachher auch anwenden sollen. Entsteht intern Widerstand, macht das den Start alles andere als einfach. Nützlich ist sicher auch eine Offenheit gegenüber Cloud-Modellen.

 

Dieselben Fragen haben beantwortet:

Roger Walter, Head of CRM & Office 365 Solutions Consultinform
Christian Königsdorfer,  Geschäftsführer proles solutions ag
Marco Barthel, Leiter Marketing, Vertec AG

 

Christian Bühlmann

Christian Bühlmann ist Chefredaktor des topsoft Fachmagazin für Business Software.