Design heisst nicht, etwas „hübsch machen“. Gutes Design heisst Probleme lösen.  Die Design Konferenz von INTERNET BRIEFING wendet sich deshalb an alle, die etwas kreieren oder dies verantworten. Sie gibt Denkanstösse und nützliche, umsetzbare Tipps. Melden Sie sich gleich an – und nehmen Sie doch auch noch die entsprechenden Personen aus Ihrem Umfeld mit. Die Platzzahl ist allerdings limitiert.

Design Konferenz

05. September 2017, 09.10 – 17.50 Uhr, Crowne Plaza, Badenerstrasse 420, 8040 Zürich

  • Was zeichnet eine gute digitale Gestaltung aus?
  • Designwahrnehmung und Zeitgeist: Flat – flatter – the flattest?
  • Verhaltensökonomie: Wie müssen Angebote konzipiert werden, damit sie von den Usern angenommen werden
  • Atomic Design: Templates sind tot, lang leben die Module
  • Flexible Design Systems, die besten Tools für verteilte Teams, Coding Skills
  • Seniorengerechtes Interface-Design

Für Firmen-Mitglieder CHF 150.00
Mitglieder CHF 270.00
Gäste bezahlen CHF 450.00
topsoft, Publisher und SwissICT CHF 320.00
Konsumationen extra

Melden Sie sich gleich an

 

Hier die Abstracts der einzelnen Module:


Zukunft des Design – Design der Zukunft

Alexandre Robert, Creative Director, Inhaber, usus Service Design

In einer Zeit umwälzender und, um das neue Modewort zu bemühen, disruptiver Veränderungen haben Futurologen, Trend- und Zukunftsexperten Hochkonjunktur.  Werden Themen wie „Singularität“, „Neuro Enhancing“, „Hive mind“, „Terra forming“ oder „Trans-Humanismus“ unsere Zukunft prägen?

Für die Entwicklung des Designs ist es wichtig, über den Tellerrand der eigenen Disziplin hinaus zu schauen. Wenn es um die Zukunft der Mobilität (Stichwort: autonomes Fahren), um Automatisierung, Roboter, Wearables, Smart Products und Blockchain-Anwendungen geht, geht es immer auch um Gestaltung.  Dabei spielen auch Themen der Ethik und Nachhaltigkeit eine zunehmende Rolle – Themen also, die über Fortbestand oder Ende von Unternehmen und Gesellschaften entscheiden. Wie werden wir künftig damit umgehen, dass die Maschinen immer schlauer werden, weil sie (wie von) selbst dazu lernen? Wozu werden wir künstliche Intelligenz einsetzen?

Je mehr sich Daten und Wissen bei einigen wenigen grossen Unternehmen konzentrieren, umso mehr muss auch das Design als gestaltender Teil der Gesellschaft diese Entwicklung hinterfragen. Es geht darum, Netzwerke zu schaffen und gemeinsam mit Lust und Energie, mit Offenheit und Mut die richtigen Fragen zu stellen – und zwar über alle Disziplinen hinweg. Seit es Menschen gibt, treibt sie die Frage nach der Beziehung zu ihren Artefakten um. Zukunft kann nicht vorausgesagt, aber gestaltet werden. Die Voraussetzungen hierfür schaffen wir im Hier und Jetzt. „Design“ als Denk- und vor allem Handlungsweise hat das Potenzial, eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Zukunft zu übernehmen.

Unter der Oberfläche – Design for Conversational Interfaces

Sibylle Peuker, Zeix AG

Für viele Menschen bedeutet Design immer noch „hübsch machen“. Dabei geht gutes Design tiefer. Design heisst Probleme lösen. Sibylle Peuker zeigt anhand von Conversational Interfaces (Chatbots, intelligenten Assistenten wie Siri oder Amazon Echo), wie Design ganz ohne grafisches User Interfaces funktioniert.

Warum tun Menschen das, was sie tun?

Elizabeth Bernold, Leitering Behavioral Insights and Behavioral Customer Experience,
Die Ergonomen Usability AG

Warum tun Menschen das, was sie tun? Warum tun wir, was wir tun? Welche evidenzbasierten Daumenregeln sollten wir benutzen, um bessere Entscheidungen zu treffen… und um unseren Kunden zu helfen, bessere Entscheidungen zu treffen? Forscher an Universitäten und Think Tanks rund um die Welt haben Jahrzehnte lang Blut, Schweiss und Tränen investiert, um mittels Feld- und Laborexperimenten aufzudecken, worin die Antworten auf diese Fragen verborgen liegen. In der Zukunft liegt es an uns, den Entscheidungsträgern der Industrie, das meiste aus diesen umfangreichen Forschungsergebnissen herauszuholen. Warum? Wegen des Potenzials, das es aufzudecken gilt. In diesem Referat beschäftigen wir uns damit, wie das Einbeziehen von Behavioral Insights – hier im Speziellen von “Behavioral Customer Experience” – Ihrem Unternehmen helfen kann, systematisch bessere Entscheidungen zu treffen.

Elizabeth Bernold stammt aus North Carolina. Seit 2013 lebt und arbeitet sie in Zürich. Die letzten 10 Jahre verbrachte Sie unter anderem in Kapstadt, Philadelphia und Sydney. Ihre Faszination – das Verhalten von Menschen – begleitete ihren beruflichen Werdegang und führte Ihre Karriere aus der von der akademischen Forschung (University of Sydney, ETH Zürich) über den Start-up Sektor in die Beratung (FehrAdvice & Partners, die Ergonomen Usability AG). Elizabeth ist Mitorganisatorin des Zürich Behavioral Economic Network und leitet Behavioral Insights and Behavioral Customer Experience bei Die Ergonomen Usability AG

 

05. September 2017, 12.00h – 13.20 Uhr, Crowne Plaza, Badenerstrasse 420, 8040 Zürich 

Atomic Design: Templates sind tot, lang leben die Module

Martin Kuenzi, Partner Enigma AG

Web Design gehört zu den Themen, die sich ständig weiterentwickeln. Was gestern State of the Art war, ist heute veraltet. Während über Jahre hinweg Templates praktisch erschienen und Effizienz in die Webentwicklung brachten, limitieren Sie heute die Kreativität und die Benutzer getriebene Usability. Atomic Design ist gleichbedeutend mit einem Paradigmenwechsel, der Flexibilität und Agilität ins Webdesign bringt.

Das Impulsreferat wird folgende Punkte hervorheben:

  • Was ist Atomic Design?
  • Wer nutzt Atomic Design?
  • Was sind die Vorteile des Atomic Designs?
  • Atomic Design vs. modulares Design
  • Wie arbeitet man mit Atomic Design (vom Papier zu Prototypen hin zum CMS)?

Von 12.40 bis 13.20 Uhr folgt eine Diskussion über Atomic Design.

Für Mitglieder gratis, topsoft CHF 50.00, Gäste CHF 80.00, Konsumationen extra

Dieses Segment kann separat gebucht werden, hier gehts zur Anmeldung.

 

„Wir wissen, was unsere Kunden wollen!“ … Wirklich?
Design-Methoden als Innovationstreiber in der Digitalisierung

Thomas Schertenleib, Interaction & Experience Designer, Atfront

Die Digitalisierung stellt viele etablierte Geschäftsmodelle in Frage. Um fit für sie Zukunft zu sein braucht es oft tiefgreifende Veränderungen dieser Geschäftsmodelle, als im ersten Moment ersichtlich ist. Obwohl sich viele Unternehmen bewusst sind, dass ein «Human Centered Design» Approach ein gangbarer Weg aus dieser Zwickmühle ist, sind sie sich oft nicht ganz bewusst, was dessen Mehrwert ist. Zu stark ist die allgegenwärtige Innensicht auf Probleme und zu fest ist diese in der Unternehmenskultur verankert. Man glaubt, die eigenen Probleme und die der Kunden zu kennen und verpasst somit die Chance, nicht auf den ersten Blick ersichtliche Bedürfnisse und Lösungen zu entdecken. Was können in dieser Beziehung Agenturen mit einer unvoreingenommenen, externen Sicht leisten, das Unternehmen selbst nicht können? Warum braucht es in einer Welt der Designmethoden, in der jeder ein «Design-Thinker» ist, immer noch Spezialisten? Ein Votum für eine ganzheitliche Herangehensweise und die Rolle der Spezialisten.

Flexible Design Systems, die besten Tools für verteilte Teams,Coding Skills

Roland Sailer, Consulting Director, Zühlke Gruppe

Komplexe Anwendungen zu designen ist nicht immer einfach. Eine konsistente User Experience über mehrere Jahre Entwicklungszeit aufrechtzuerhalten, gleicht jedoch einer unmöglichen Aufgabe. Ständig wechselnde Requirements, anspruchsvolle Stakeholder und technische Hürden machen dies zu einer der grössten Herausforderungen für einen Designer. Ich zeige, wie wir Pattern Libraries für die Erstellung von flexiblen Design Systems verwendet haben. Ich zeige die besten Tools, um ein verteiltes Team zusammenzuhalten. Und erkläre, warum Coding Skills ein Projekt retten können, selbst wenn das Budget knapp wird.

Konsistentes Branding in Zeiten der Digitalisierung?

Gabriele Fackler, Reflexivity AG

Grosse Unternehmen lassen durch unterschiedliche Dienstleister Anwendungen entwickeln, haben aber auch eigene User Experience Abteilungen.

Der Aufbau und die kontinuierliche Pflege eines digital transformierten Markenerlebnisses ist eine Herausforderung für alle Beteiligten:

  • Styleguides sind nicht aktuell
  • Styleguides beinhalten nur eine Untermenge aller existierenden Komponenten
  • Applikationen berücksichtigen den Styleguide nicht
  • Bei Branding-Anpassungen müssen alle Zielsysteme einzeln angepasst, die Korrekturen priorisiert und die Umsetzungen getrackt werden

Welche Hilfestellungen gibt es für Unternehmen und Dienstleister, um diese Herausforderungen zu meistern?

Was zeichnet eine digitale Gestaltung aus?

Alain Leclerc von Bonin, Creative Director, VisualContext Digital GmbH

Obschon wir seit langem im digitalen Zeitalter sind, werden viele Medien immer noch so konzipiert, als wären sie für den Druck vorgesehen. 500 Jahre Buchdruck haben ein Modus Operandi hinterlassen, welcher digitalen Lösungen oft im Wege steht. Alain Leclerc von Bonin, Creative Director und Dozent für Interaction Design wird aufzeigen, wo das meiste Potential in Design-Projekten verschenkt wird. Der Vortrag geht den folgenden Fragen nach:

  • Wo sind wir noch in alten Print Denk-Prozessen verfangen?
  • Welches Potenzial bergen digitale Medien?
  • Wo entstehen die meisten Missverständnisse in der Kollaboration mit Designer und Nicht-Designern?
  • Auf was sollte man bei der Kollaboration achten, damit das volle Potenzial von digitalen Medien genutzt werden kann?

Seniorengerechtes Interface-Design

Martin Gnos, Head Operations Digita, Factum Kommunikation

Immer mehr Senioren verwenden in ihrem Alltag mobile Endgeräte. Dadurch entsteht ein grosses Wachstumspotenzial bei dieser Zielgruppe. Die Nutzung von digitalen Inhalten kann Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen das Leben vereinfachen. Sie können sich austauschen, einkaufen, oder auch in Notfällen helfen lassen. Es wird somit für Senioren immer wichtiger mit der neuen Technologie umgehen zu können. Studien zeigen jedoch, dass ältere Menschen bei der Nutzung von digitalen Inhalten und Geräten mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert werden. Martin bringt anhand von Beispielen die Problematik altersbedingter Einschränkungen näher und zeigt Wege auf, Angebote für Senioren verständlicher und intuitiver zu gestalten und zu präsentieren (Usability und Accessibility).

 

Sie sehen, die die Vorträge und Themen sind spannend und gespickt mit vielen, relevanten Tipps für Ihr Business und Ihre Projekte. Ideen, die Sie gleich am nächsten Tag implementieren können. Und natürlich eignet sich die Konferenz hervorragend für intensives Networking, Sie lernen viele spannende Persönlichkeiten der Branche kennen. Melden Sie sich gleich jetzt für die Design Konferenz an.

Gleich Anschliessend folgt das Referat „Wie die Symbiose von AdWords, YouTube und Facebook zum Erfolg führt“. Vielleicht ist das auch etwas für Sie?

 

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8051 Zürich

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Alain Zanolari

Alain Zanolari ist Texter, Redaktor und Content Manager. Seine Tätigkeiten bei der Business Software Plattform topsoft umfassen das Schreiben von Artikeln für Print und Online, Betreuung der Social Media-Kanäle sowie diverse Aufgaben im Sales.