Immer mehr qualifizierte Fachkräfte werden an der Schnittstelle zwischen Business und ICT als Brückenbauer benötigt. Dies sind insbesondere auch Fachkräfte, welche ihre beruflichen Erfahrungen im Business gemacht haben. Personen also, welche die Anforderungen und Wünsche aus dem Geschäftsalltag bestens kennen und so als Brückenbauer zwischen Geschäftsprozessen und Informationstechnologie wertvolle Beiträge zum Unternehmenserfolg leisten. Wirtschaftsinformatik „ist eine Wissenschaft, die sich mit der Beschreibung, Erklärung und Gestaltung rechnergeschützter Informationssysteme und deren Einsatz in Wirtschaft und Verwaltung befasst. Sie versteht sich als eigenständiges interdisziplinäres Fach im Wesentlichen zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik.“ (1)

viw-grafik1-560x173Wirtschaftsinformatiker arbeiten mit Menschen und Technologien. Sie sitzen am Nervensystem einer Organisation und sind für deren Funktionsfähigkeit und Optimierung zuständig. Sie analysieren Geschäftsprozesse, prüfen deren Potenzial zur Unterstützung durch Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) und konzipieren, planen, implementieren und betreiben innovative und komplexe soziotechnische Systeme. Wirtschaftsinformatik ist wesentlich mehr, als nur die Schnittmenge zwischen Informatik und Wirtschaftswissenschaften.

viw-grafik2-523x373Wirtschaftsinformatiker nutzen ihr breites Fachwissen und die Erfahrung aus den Wirtschaftswissenschaften und der Informatik und ergänzen dieses mit hoher Sozialkompetenz. Wirtschaftsinformatiker bauen Brücken zwischen der Organisation einerseits und der ICT andererseits. Sie tragen die Hauptverantwortung bei der Entwicklung, Implementierung und Nutzung von Informationssystemen.

Informationssysteme sind Teil des betrieblichen Wertschöpfungsprozesses und tragen so zur strategischen Positionierung und zum erfolgreichen Bestehen von Organisationen bei. Ergebnisse erfolgreich betriebener WI sind gesteigerte Effizienz, verbesserte Qualität und erweiterte Sicherheit.

Wirtschaftsinformatiker wird man typischerweise über eine ergänzende Ausbildung. Es liegt im Berufsfeld der Wirtschaftsinformatik begründet, dass an bestimmte Schlüsselqualifikationen (z.B. Arbeiten in interdisziplinären Teams, Präsentation und Diskussion von Arbeitsergebnissen, Erstellung von Dokumentationen, Ausdrucksfähigkeit in Wort und Schrift) hohe Anforderungen zu stellen sind. Der Bedarf an entsprechend vielseitigen Fachkräften ist gross.

(1) Laudon, Kenneth & Jane, Schoder Detlef; Wirtschaftsinformatik, eine Einführung; Köln, Pearson Studium; 2009


VIW – ein Netzwerk mit über 1‘500 Fachkräften

Der VIW fördert die Akzeptanz der Wirtschaftsinformatik und deren eigenständige Positionierung. Er stützt als Fachverband der Wirtschaftsinformatik aktiv die Bildungsmassnahmen, damit die Wirtschaft mit genügend und anforderungsgerecht ausgebildeten Fachkräften versorgt werden kann. Als eine Organisation der Arbeitswelt (OdA) vertritt der VIW die Interessen der Wirtschaftsinformatikerinnen und Wirtschaftsinformatiker in der Berufswelt, wirkt aktiv in der Informatikbildung mit und fungiert als Netzwerk unter Fachleute der Wirtschaftsinformatik. Der VIW wurde 1985 gegründet und vereint aktuell 1500 Einzel- und 30 Firmenmitglieder.

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